Stellungnahme der gemeinnützigen Organisation Giant Panda Friends International (GPFIN)

Anfang August 2016 hatte die IUCN (International Union for Conservation of Nature and Natural Resources; in deutsch „Internationale Union zur Bewahrung der Natur und natürlicher Ressourcen“) auch Weltnaturschutzunion genannt, den Großen Panda auf seiner roten Liste von „stark gefährdet“ auf „gefährdet“ zurückgestuft.

freund_andreas-2-von-10Andreas Freund, Geschäftsführer der GPFIN äußert sich zur neuen Einstufung: „Die Herabstufung der Großen Pandas auf der roten Liste der IUCN erfolgte meines Erachtens voreilig und setzte damit falsche Zeichen. Allein die Reaktionen und Meldungen darauf erwecken den Anschein, dass der Große Panda gerettet sei, aber das ist längst nicht der Fall.
Die guten Nachrichten der letzten Zeit sind allerdings der Beweis dafür, dass alle Anstrengungen der internationalen Naturschützer und besonders der chinesischen Schutzorganisationen ihre Wirkung zeigen. Aber mit nur 1.864 in der freien Natur lebenden Großen Pandas ist die Art definitiv nicht außer Gefahr und nicht wirklich wieder in den Bambuswälder Chinas heimgekehrt. Die noch vielen kleinen nicht verbundenen Habitate, eine Bambusblüte, neue Bedrohungen wie der Klimawandel und Krankheiten wie die Staupe, stellen uns vor neue Herausforderungen. Wir brauchen neue und innovative Ansätze und dazu jede Unterstützung. Es muss noch viel getan werden und wir benötigen noch viel mehr Zeit, wenn wir der Art eine langfristige Zukunft sichern wollen.

Unsere Aktivitäten werden wir nicht herabstufen, sondern kontinuierlich ausbauen und besonders die Projekte unterstützen, die das Programm zur Auswilderung fördern und den Ausbau der Naturschutzgebiete begünstigen.“

GPFriends International, ist eine gemeinnützige Unternehmergesellschaft (UG) mit Sitz in Frankfurt am Main. Dessen Aufgabe ist die Förderung des Arten- und des Tierschutzes. Dabei gilt dessen besondere Leidenschaft der Erhaltung des Giant Pandas, der mit nur noch 1864 Exemplaren in freier Wildbahn zu den am meisten gefährdeten Spezies gehört.

Ziel ist es, durch Aktivität, durch Veröffentlichungen und Veranstaltungen den Gedanken des grenzübergreifenden Artenschutzes zu verbreiten und im Bewusstsein der Mitmenschen zu verankern. Vor allem möchte GPFIN die Sensibilität für den richtigen Umgang mit vom Aussterben bedrohten Tierarten wecken.

Der Schwerpunkt aller Aktivität ist die Unterstützung der beiden gemeinnützigen Einrichtungen zum Schutz des Großen Pandas in Chengdu und Wolong, wo sich in einem Naturreservat in der chinesischen Provinz Sichuan eine Forschungs- und Zuchtstation befindet. Die beiden Organisationen betreiben dort ein Programm zur Auswilderung Großer Pandas. GPFIN arbeitet mit Partnern in China zusammen und überzeugt sich durch regelmäßige Besuche von den Erfolgen deren Hilfe.

Mehr Kommentare: