Dr. Zhang Hemin „Vater der Großen Pandas“ von CCRCGP (China Conservation and Research Center for the Giant Panda) äußerte sich zu der neuen Einstufung der Großen Pandas. Es sei zu früh, den Erhaltungszustand der Großen Pandas nach der Internationalen Union für die Erhaltung der Natur (IUCN) von der sehr gefährdeten Liste der Arten zu degradieren. Am Sonntag hatte IUCN den Großen Panda von der roten Liste der stark gefährdeten Arten auf gefährdet zurückgestuft.



Die Union entschied sich zu diesem Schritt weil die Population der wilden Großen Pandas durch die Bemühungen der Erhaltung der Arten in China angestiegen ist. Weiter sagte der „Vater der Großen Pandas“, dass ein fragmentierter Lebensraum immer noch das Leben und die Erhaltung der Großen Pandas stark bedroht. Der Gentransfer zwischen verschiedenen Populationen muss noch verbessert werden, bis jetzt ist es noch nicht zufriedenstellend. Außerdem wird der Klimawandel negative Auswirkungen auf die Bambuswälder haben. Sie sind  die Hauptnahrung und die Heimat der Großen Pandas. Es gibt noch viel zu tun in den Bereichen des Schutzes, der Erhaltung und der technischen Verwaltung.


Die wilden Großen Pandas sind in 33 isolierte Gruppen aufgeteilt, teilweise mit weniger als 10 Mitglieder, die streng den Genpool begrenzen. Von den 18 Teilpopulationen, die aus weniger als 10 Großen Pandas bestehen, haben ein hohes Risiko des Zusammenbruchs.



Die Krankheit wie Staupe Virus stellt eine ernsthafte Bedrohung dar. In der Provinz Shaanxi 2014 starben vier Große Pandas an dieser Krankheit. Eine spezifische Heilmethode oder einen Impfstoff gegen Staupe Virus gibt es nicht.



 Seit 2010 hat sich die Organisation CCRCGP (China Conservation and Research Center for the Giant Panda) auf die Verbesserung der Zucht von Großen Pandas, die in der menschlichen Obhut leben sowie auf die Vorbereitungen für die Wiedereinführung in die Wildnis konzertiert. Dr. Zhang sagte, dass sich die Ausbildung und das Training der Großen Pandas für das Leben in ihrer natürlichen Umgebung wesentlich verbessert haben. Auf diese Weise hat sich die Population erhöht und deren Fortpflanzungserfolg wird gewährleistet. Jedoch könnte sich die Herabstufung von sehr gefährdet auf verletzlich  negativ auf die derzeitigen Schutzleistungen auswirken und verloren gehen. Einige kleine Teilpopulationen könnten vollkommen aussterben.



Die IUCN Zurückstufung als „gefährdet“ anstelle von „sehr gefährdet“ bedeutet nicht, dass Große Pandas nicht mehr kontinuierlichen Schutz benötigen, die Situation der wilden Großen Pandas ist immer noch sehr riskant, sagte Herr Shi Xiaogang von Wolong National Nature Reserve. Seit mehr als 20 Jahren arbeiten Herr Shi und seine Kollegen mit den Großen Pandas. Vor allem überwachen sie die Aktivitäten der wilden Großen Pandas und wissen um die praktischen Probleme bei ihrem Schutz. Die menschlichen Aktivitäten wie Tourismus und Kräutersammeln beeinflussen sehr stark den Lebensraum der wilden Großen Pandas. Herr Shi und seine Kollegen werden sich weiterhin sehr stark für den Schutz und die Erhaltung der Großen Pandas trotz der Herabstufung engagieren.



Bei der letzten Zählung am Ende des Jahres 2015 gab es in China 1.864 Große Pandas in der freien Natur, im Vergleich zu etwa 1.100 im Jahr 2000. Nach den Angaben der Chinas Staatlicher Forstverwaltung leben auch 422 Große Pandas in der menschlichen Obhut.


Quellen: xinhuanet.com. china.org.cn und andere, Fotos: © GPFIN