Die Großen Pandas ernähren sich fast ausschließlich vom Bambus, jedoch wie es scheint, hat die vom Aussterben bedrohte Art nicht eine Darmflora entwickelt, die effizient den Bambus verdauen kann, zeigt eine neue chinesische Studie. Der Große Panda hat im Gegensatz zu den anderen pflanzenfressenden Arten, dessen Verdauungssystem sich erfolgreich entwickelte, um effizient fibrösen Pflanzenmaterial zu dekonstruieren, typischer Fleischfressern Gastrointestinal Trakt behalten, liest man in einer kürzlich veröffentlichten Studie. Der Autor ist Prof. Dr. Zhang Zhihe, Direktor der Chengdu-Forschungsbasis der Giant Panda Breeding, in der südwestchinesischen Provinz Sichuan. Weiter ist zu lesen, dass die Großen Pandas keine Gene für die Pflanzen – verdauende Enzyme in ihrem eigenen Genom haben. Somit ist das Risiko des Aussterbens der Art gestiegen. Die Großen Pandas entwickelten sich von Bären, die sowohl Pflanzen als auch Fleisch gegessen haben. Vor etwa zwei Millionen Jahren fingen die Großen Pandas an, sich vom Bambus zu ernähren, sagte der Forscher Prof. Dr. Zhang.



Die Großen Pandas verbringen bis zu 14 Stunden täglich, um bis zu 12,5 Kilogramm Bambus-Blätter und Stängel zu essen, können aber nur etwa 17% der aufgenommenen Nahrung verdauen und ihr Kot setzt sich hauptsächlich von den unverdauten Bambus-Fragmenten zusammen. In dieser Studie verwendeten die Forscher eine Labor-Technik namens 16S-rRNA-Sequenzierung, die auf 121 Kotproben von 45 Großen Pandas, die auf der Chengdu Panda Base leben, basieren. Die Kotprobanden waren 24 erwachsene Große Pandas, 16 jugendliche Große Pandas und fünf noch nicht entwöhnten Baby-Pandas. Die Proben wurden im Frühling, Sommer und im Spätherbst innerhalb eines Jahres gemacht. Die Forscher fanden heraus, dass trotz ihrer Ernährung, diese Große Pandas, zusammen mit neun und sieben wilden gefangenen Individuen, die zuvor untersucht wurden, extrem niedrige Darmflora Vielfalt zeigten und eine allgemeine Struktur haben, die von Nicht-Panda-Pflanzenfresser divergierten, aber konvergierten mit denen der Fleischfresser und Allesfresser Bären. Der Darm des Großen Pandas beherbergt nicht die pflanzenabbauenden Bakterien, die typischerweise bei anderen Pflanzenfressern zu finden sind, sondern Escherichia / Shigella und Streptococcus überwiegen. Die Darmflora des Großen Pandas variiert auch saisonal, im Spätherbst ist sie ganz anders als im Frühling und Sommer.



Die Forscher sagten, dass das Fehlen von den Bambussprossen im Spätherbst ein wichtiger Faktor sein könnte. Daher sieht es so aus, als ob die Darmflora des Großen Pandas mit seiner angenommenen pflanzlichen Ernährung nicht kompatibel ist und seine Ernährungsveränderung sich nachteilig auf sein Fortbestehen auswirken könnte.


Quellen: bio1000.com, China.org.cn und andere, Fotos: © GPFIN

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